Ein Anhänger als Experiment

Ein Anhänger als Experiment

Der Anhänger war nie als Produkt gedacht.
Er entstand aus einer einfachen Frage:
Was passiert, wenn man das KIUBIQ System nicht für ein konkretes Fahrzeug entwirft – sondern für einen neutralen Raum?

Kein Caddy, kein Berlingo, kein Ducato.
Nur ein klarer Kubus auf Rädern.

Der Winter war dafür ein guter Moment.

Fahrzeuge bringen immer Bedingungen mit sich.
Radkästen, Fensterlinien, feste Positionen. Im Anhänger fällt all das weg.

Der Raum wird ruhig. Fast abstrakt.
Und genau das macht ihn interessant.

Plötzlich geht es nicht mehr um „passt das hier rein?“,
sondern um grundsätzliche Fragen:
Wie klar kann ein Innenraum sein?
Wie viel braucht man wirklich?
Und was bleibt, wenn man nichts verstecken muss?

Die Basis bilden die gleichen modularen KIUBIQ Boxen, die auch in unseren regulären Systemen eingesetzt werden.
Kein Sondermöbel, keine Sonderlösung.

Der Anhänger wird so zum Testfeld:
Module stapeln, drehen, herausnehmen, umbauen.
Manches funktioniert sofort.
Manches erst nach dem zweiten oder dritten Versuch.
Und manches eben gar nicht.

Auch das gehört dazu.

Technische Notiz:

Der Anhänger kombiniert einen separaten Wohnkubus mit einem bewusst einfachen Fahrgestell.
Das Ergebnis ist ein geringes Gesamtgewicht und eine ungewöhnlich flexible Nutzung.

750 kg zulässige Gesamtmasse – von nahezu jedem ziehbar, ohne speziellen Führerschein.
Nutzbar sowohl als Transportanhänger als auch als kompakter Wohnanhänger.
Eine klare, unverschachtelte Innenraumstruktur statt klassischem Camper-Labyrinth.
Die größte bisher realisierte KIUBIQ Box als Test für Maßstab und Handhabbarkeit.

Mehr wollten wir an dieser Stelle nicht festlegen.

Er ist ein Werkzeug.
Zum Denken, Testen, Verwerfen.

Vielleicht wird er im Frühjahr weiterentwickelt.
Vielleicht bleibt er genau so.
Vielleicht verschwindet er irgendwann wieder.

Weil KIUBIQ nicht mit fertigen Produkten beginnt,
sondern mit Fragen.

Der Anhänger ist nur eine davon.
Aber eine, die gerade besonders viel gezeigt hat.

Zurück zum Blog